
Die Reise des chinesischen Trommlers, in Hong Kong und Taiwan gefilmt, wurde bereits bei den Hong Kong Film Awards mit dem Preis für den besten Nachwuchs-Regisseur ausgezeichnet. Es ist der zweite Spielfilm von Drehbuchautor und Regisseur Kenneth Bi und bringt einige der begehrtesten Schauspieler und Schauspielerinnen des heutigen chinesesischen Kinos auf die Leinwand: Tony Leung Ka Fair (Bester Darsteller bei den Hong Kong Film Awards 2006), Jaycee Chan, Sohn der Leinwandlegende Jackie Chan (Nominierung als bester Newcomer bei den Hong Kong Film Awards 2004), Angelica Lee Sinje (Best New Talent Award, Berlinale 2001 für Betelnut Beauty), Josie Ho (Beste Nebendarstellerin bei den Hong Kong Film Awards 2003) und die weltweit renommierte chinesische Trommel-Truppe U Theatre.
Eines Tages gegen Ende 2000 sah Drehbuchautor und Regisseur Kenneth Bi mit seiner Frau, der Produzentin Rosa Li, eine Aufführung des U Theatres. Deren Stil war traditionell chinesisch, mit großen roten Trommeln. Bei der Aufführung sahen sie jedoch etwas, das über das Trommeln weit hinaus ging. Ihnen wurde klar, dass diese Trommler mehr als Musiker oder Darsteller waren. Das Paar war verzaubert und hypnotisiert. Kurz darauf erfuhren sie, dass diese pure, schlichte Aufführung das Resultat langjährigem Trainings auf einem Berggipfel in den Disziplinen des Trommelns, der Meditation und der Kampfkunst war.
Eine Woche später flogen Bi und Li nach Taipeh, um die Mitglieder des U Theatre auf ihrem Berg in den Vororten Taipehs zu besuchen. Bei ihrer Ankunft übten die Trommler gerade Tai Chi in chinesischen Mönchskostümen.
Bi schlug der Gründerin und künstlerischen Leiterin der Truppe, Ms. Liu Ruo-yu, vor, einen Spielfilm mit allen Trommlern zu drehen. Liu war begeistert, da bereits mehrere Dokumentationen über ihre Gruppe gemacht wurden, aber noch niemand einen Spielfilm vorgeschlagen hatte. Das war der Anfang der Realisierung von Die Reise des chinesischen Trommlers, der erste Spielfilm, der eine dramatische Handlung mit der hypnotisierenden Kunst des chinesischen Zen-Trommelns verknüpft.
Nach monatelangen Recherchen und Interviews mit den obersten Mitgliedern des U Theatre über Tagesabläufe, persönliche Motivationen und die Probleme, denen man als Teil dieser außerordentlichen Truppe ausgesetzt ist, begann sich in Bi's Gedanken eine berührende, mythische und trotzdem aus dem wirklichen Leben gegriffene Geschichte zu formen.
Kenneth Bi: „Ich wollte eine fiktive Geschichte über einen jungen Mann Anfang 20 schaffen, dessen Leben sich verändert, ohne dass das ein gesteuerter oder bewußter Prozess ist. Um einen Kontrast zu den traditionellen chinesischen Bräuchen der Trommler schaffen, entschied Bi, die Protagonisten in der urbanenen Weltmetropole Hong Kongs anzusiedeln. Im Zuge der Kollision beider Welten hinterfragt Sid alles, was er weiß. Dieser Prozess ist eine existenzielle Entdeckung des Selbst.
Die Veränderung Sids ist eine fesselnde und emotionale Geschichte. Von einem sorglosen Teenager, aufgewachsen in Hong Kong verwandelt ihn die Inspiration des Zen-Trommelns in den Bergen Taiwans in einen außergewöhnlichem jungen Mann. Während sich Die Reise des chinesischen Trommlers entfaltet, spürt das Publikum die physische, emotionale und spirituelle Turbulenz dieser exotischen und paradoxen Welten in Sid.
Die Reise des chinesischen Trommlers ist ein originelles filmisches Fest der Bilder und Klänge. Vor Ort in Hong Kong und Taiwan gefilmt und co-produziert von Kenbiroli Films (Hong Kong), Arc Light Films (Taiwan) und Twenty Twenty Vision (Deutschland), ist Die Reise des chinesischen Trommlers der erste Film, der eine dramatische Geschichte mit der großartigen Kunst des chinesischen Zen-Trommels verknüpft. Er ist auch der erste Film in chinesischer Sprache, der vom deutschen Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert wird.


